Die richtige Lage ist für die Gesundheit und Entwicklung von Babys wichtig. Geschlafen wird auf dem Rücken, aber tagsüber dürfen Babys auch zwischendurch auf dem Bauch liegen - so haben sie nicht nur eine neue Perspektive auf die Welt, sondern trainieren sogar schon ihre Muskeln.
Bauchlage nur unter Aufsicht
Schlafen sollten Babys in Rückenlage, denn so besteht das geringste Risiko für den plötzlichen Kindstod. Wenn sie wach sind, dürfen Babys aber auch - unter Aufsicht der Eltern - kurze Zeit auf dem Bauch liegen. So beanspruchen sie ihre Schulter- und Nackenmuskulatur und das ist wichtig für die Entwicklung. "Indem Eltern ihr Baby etwa zwei- bis dreimal am Tag kurz auf den Bauch legen, hat es die Möglichkeit, seine Bewegungsfähigkeit zu erweitern", erklärt der Kinderarzt Ulrich Fegeler.
Die Eltern können das unterstützen, indem sie in dieser Lage mit dem Baby spielen. Legen sie ein Spielzeug vor das Kind, wird es nach und nach lernen, danach zu greifen und sich dabei nur mehr auf ein Ärmchen zu stützen. Mit der Zeit kann es immer länger auf dem Bauch liegen bleiben: von anfangs nur wenigen Minuten bis zu einer Stunde pro Tag bei drei Monate alten Babys.
Bewegungsfreiheit zur optimalen Entwicklung
Die Entwicklung der Bewegungsfähigkeit verläuft meist in einer bestimmten Zeit und Reihenfolge, wobei es bei jedem Kind Abweichungen geben kann. Die so genannten Meilensteine, wann bestimmte Fähigkeiten erreicht werden, dienen lediglich als Orientierungshilfe. Eltern können den Prozess zwar nicht beschleunigen, aber ein geeignetes und sicheres Umfeld für das Kind schaffen, damit es Bewegungsfreiraum hat und sich optimal entwickelt. "Etwa mit einem Monat kann ein Kind sein Kinn in Bauchlage für einige Sekunden anheben. Im Alter von drei Monaten kann es den Kopf dauerhaft aufrichten, wobei es sich auf seine Ellbogen und später Hände abstützt. Es kann nun die Muskeln der Schultern und Arme trainieren und alsbald kontrollieren", sagt Dr. Fegeler.
07.10.2009 - Von: Stefanie Grutsch, Redaktion apotheken.de
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