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Wenn eine Erkältung auf die andere folgt
Was hilft und härtet ab?
Es ist kein Zufall, dass Pia krank wird, als sie gleichzeitig unter beruflichem Stress und unter Liebeskummer leidet, denn das Immunsystem wird stark von der Psyche beeinflusst. Dass Stress und Depressionen tatsächlich das Immunsystem schwächen, ist heute in Studien belegt. Die Wissenschaft, die sich mit den Wechselwirkungen von Psyche, Nervensystem und Immunsystem befasst, nennt sich Psychoneuroimmunologie.
Freud und Leid hinterlassen Spuren im Körper
Psychischer Stress wirkt messbar auf das Immunsystem: So senkt Stress zum Beispiel die Konzentration von Immunglobulin im Speichel, das dort vor Krankheitserregern schützt. Dieses Immunglobin soll unerwünschte Eindringlinge bereits auf der Oberfläche von Nasen-, Mund und Darmschleimhaut außer Gefecht setzen. Bei chronischem Stress unterdrücken vom Körper ausgeschüttete Glucocorticoide zusätzlich die Immunreaktion. Umgekehrt wirkt ein glückliches, liebevolles und erfülltes Leben als einfachstes Stärkungsmittel. Auch wenn dieses Ziel nie vollständig und dauerhaft erreichbar ist, können schon kleine Schritte helfen. So kann Chor-Singen nachweislich vor Erkältungen schützen. Auch Entspannungstechniken aktivieren Selbstheilungskräfte, ebenso wie ausreichender Schlaf. Nikotin und Alkohol schaden dagegen dem Immunsystem.
Nicht jeder Sport härtet ab
Wer sich regelmäßig bewegt ist weniger anfällig für Infektionskrankheiten. 45 Minuten ruhiges Joggen, drei- bis fünfmal wöchentlich, reduziert Häufigkeit und Dauer von Atemwegsinfektionen. Leichtes Ausdauertraining reicht schon aus, intensives Training bedeutet dagegen Stress für den Körper und senkt den Immunglobinspiegel im Speichel. Die Zahl der Killerzellen im Blut nimmt ab, die gegen Virus- und Tumorzellen in den Kampf ziehen.
Ernährung stärkt die Abwehr
Die wichtigsten Fitmacher fürs Immunsystem sind die Vitamine A, C und E, das Provitamin Betacarotin, der Mineralstoff Eisen, die Spurenelemente Zink und Selen sowie Omega-3-Fettsäuren. Zwar ist bei einer gesunden und vollwertigen Ernährung kein Mangel zu erwarten. Andererseits kann es Zeiten geben, in denen diese nicht immer gewährleistet ist. Selenmangel schwächt die Virenabwehr, Zinkmangel führt zu Hautveränderungen und vermehrten Infektionen. Selenreiche Lebensmittel sind Vollkorngetreide, Fleisch, Fisch, Eier, Hülsenfrüchte und Spargel. Zinkquellen sind Weizenkeime, Haferflocken, Käse, Hülsenfrüchte, Innereien oder Meeresfrüchte. Omega-3-Fettsäuren können über Fisch oder Nahrungsergänzungsmittel unbedenklich aufgenommen werden. Sie schützen vor Diabetes, Autoimmunerkrankungen und Entzündungen.
10.01.2008 - Quelle: PTAheute, Dr. Bettina Hellwig
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