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Jetlag im Griff - Schlaf-Wach-Rhythmus anpassen

Langstreckenflüge in andere Zeitzonen bringen die innere Uhr aus dem Takt. Der Körper reagiert mit Jetlag, den ein paar praktische Hilfen mildern können.

FamilieJetzt, wo der Frühling beginnt, ist uns Amor besonders günstig gesonnen. Woher kommt die plötzliche Bereitschaft für das große Gefühl? Forscher entzaubern die romantischen Frühlingsgefühle gern als Resultat "unspezifischer Vorerregungen". So seien die Gefühlserlebnisse intensiver, wenn sie mit Farben und Gerüchen verbunden sind, weiß Professor Dr. Alfons Hamm, Psychologe aus Greifswald. Und nach den langen dunklen Monaten im einheitlichen Grau biete die Natur mit ihren frischen Grün-, Gelb- und Rottönen jetzt einen wahren Farbenrausch. Und das ist nicht alles.

Düsenflieger katapultieren uns innerhalb weniger Stunden auf andere Kontinente. Der schnelle Wechsel zwischen den Zeitzonen wirkt sich negativ auf die innere Uhr aus. Das englische Wort „lag" bedeutet Rückstand oder Verzögerung. Die aus dem Takt geratenen Hell-/ Dunkelphasen stören den Schlafrhythmus. Die Folgen sind vielfältig und von Person zu Person stark unterschiedlich. Sie reichen von Mattigkeit bis zu mehrwöchigen Schlafstörungen. Kopfschmerzen, Erschöpfung, Verwirrtheit, Reizbarkeit, Appetitlosigkeit, nächtliche Hungerattacken, Magenbeschwerden und Übelkeit können auftreten.

Verkehrte Welt
Vielflieger, insbesondere Piloten und Kabinenpersonal, wissen, dass auch die Flugrichtung für die Intensität des Jetlags eine Rolle spielt. Wer beispielsweise in westliche Richtung von Frankfurt nach New York fliegt und dort um 18 Uhr Ortszeit ankommt, könnte in der Heimat zeitgleich Mitternacht feiern. Jetzt gilt es, sich an die Ortszeit anzupassen und noch ein paar Stunden wach zu bleiben, um sich „einzutakten", was oft gut gelingt. Schwieriger ist der Heimflug: Wer aus New York kommend in Frankfurt um 23 Uhr Ortszeit landet, ist gefühlsmäßig noch auf die NY-Zeit von 17 Uhr eingestellt und will nicht schlafen gehen – mit den bekannten negativen Folgen für das Befinden am nächsten Tag.

Praktische Tipps
Was hilft, um sich so schnell wie möglich wieder umzustellen?
- Wer nach Westen fliegt, kann zur Vorbereitung einige Tage vor dem Abflug etwas später als sonst üblich zu Bett gehen. Soll die Reise nach Osten gehen, sind zur Abhärtung frühes Zubettgehen und Frühaufstehen angesagt. - Steigen Sie ausgeruht in den Flieger. Sorgen Sie dafür, dass Sie in den Tagen vor der Abreise ausreichend Bewegung haben. - Halten Sie bei einem Westflug nur kurze Nickerchen. Bei einem Ostflug versuchen Sie dagegen besser durchzuschlafen. - Trinken Sie während des Fluges wenig Alkohol. Besser sind Mineralwasser oder Fruchtsäfte, um einer Austrocknung des Körpers entgegenzuwirken. - Stellen Sie Ihre Uhr am besten schon beim Einsteigen in den Flieger auf die Zeit am Zielort ein. Versuchen Sie, sich schon während des Fluges und nach der Landung an die Tageszeit und den Lebensrhythmus am Zielort anzupassen. - Gegen Müdigkeitsattacken zur falschen Tageszeit helfen körperliche Aktivität im Freien oder kleine Sonnenbäder. Bei Kurzreisen (bis zwei Tage) und wenn keine strengen Geschäftstermine dem entgegenstehen, kann man versuchen, in seiner alten Ortszeit weiterzuleben: durch bewusstes Berechnen der Zeitdifferenz sowie konsequente Einhaltung der heimatlichen Essens- und Schlafenszeiten. Eine erprobte Methode gegen Jetlag-Beschwerden ist es auch, eine Nacht lang gar nicht zu schlafen, um sich dann am folgenden Tag in den ortsüblichen Rhythmus einzufinden.

Arzneiliche Helfer
Manche Vielflieger schwören auf Baldrian, Hopfen & Co. Oder auf den gezielten und auf wenige Gaben beschränkten Einsatz von kurzwirksamen, rezeptpflichtigen Schlafmitteln. Auch die Einnahme von Nux vomica D12 (stündlich 5 Globuli über ca. 5 Stunden, danach einmal täglich 5 Globuli) soll Jetlag-Beschwerden mildern. Unter den biochemischen Schüßler-Salzen ist Nr. 25, Aurum chloratum natronatum, das Mittel der Wahl.

Links im Internet
Informationsseite zum Thema Jetlag Quarks Tipps zum Jetlag
Foto: DAV
Quelle: PTAheute, Dr. Michael Schmidt

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